16. Sep. 2022ERS 2022

Wie spart man bei COPD-Exazerbationen Steroide?

Wird bei Patienten mit COPD-Exazerbationen die Zahl der eosinophilen Granulozyten im Blut als Entscheidungshilfe herangezogen, so kann der Einsatz systemischer Steroide reduziert werden, ohne dass die Patienten dadurch klinische Nachteile hätten. Dies zeigen die im Rahmen des ERS 2022 vorgestellten Ergebnisse der Studie STARR2.

Lungenfunktionstest mit Triflow
Jan-Otto/GettyImages

Die Exposition gegenüber systemischen Steroiden zu reduzieren, ist generell ein wichtiges Ziel in der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Im Falle der COPD ist deren Einsatz weitgehend auf das Management schwerer Exazerbationen reduziert, in dessen Rahmen die Verwendung systemischer Steroide allerdings Standard ist. Das birgt Risiken für die Patienten, denn rezente Studiendaten zeigen, dass bei COPD-Patienten die kumulative Dosis oraler Kortikosteroide mit Mortalität assoziiert ist. Auch wenn diese nur für kurze Zeit eingesetzt werden, steigt das Risiko von Sepsis, tiefen Beinvenenthrombosen und Frakturen.1

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