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Europäischer Gesundheitskongress: Aufbruch im Gesundheitswesen

25.10.18: Heute startete in München der 17. Europäische Gesundheitskongress mit neuem Rekordteilnehmerfeld (1.200) und unter dem Motto „Aufbruch im Gesundheitswesen“. CliniCum-Chefredakteur Volkmar Weilguni berichtet direkt aus München

Im Rahmen der Eröffnungs-Session skizzierte Krankenhausarchitekt Julian Weyer das dänische Versorgungsmodell, das aufgrund seines radikalen Lösungsansatzes nicht nur neue Standards in Europa setzt, sondern auch zu heftigen Diskussionen anregt.

Weyer präsentierte das architektonische Konzept des Universitätsklinikums Aarhus, das soeben als erstes von sieben sogenannten „Super Hospitals“ fertiggestellt wird.

Diese als Zentren der Maximalversorgung konzipierten Super Hospitals entstehen derzeit allesamt „auf der grünen Wiese“ und werden in Verbund mit 11 (ebenfalls neu zu erbauenden) regionalen Unfall-Krankenhäusern die gesamte stationäre Versorgung Dänemarks übernehmen. Dies gelingt durch einen konsequenten Ausbau der digitalen, telemedizinischen und logistischen Weiterentwicklung ambulanter Versorgungszentren.

Die Investitionskosten für die sieben Super Hospitals betragen jeweils rund eine Milliarde Euro, wobei staatlich vorgegeben ist, dass allen Häusern das gleiche Budget zur Verfügung steht, um gleichmäßig gute Standards für die Bevölkerung in allen Landesteilen sicherzustellen.

Alleine ein Fünftel der Investitionssumme wird für moderne Medizin- und EDV-Technik ausgegeben. In Aarhus wird es darüber hinaus ausschließlich Einbettzimmer geben, um die Rekonvaleszenz durch guten Schlaf zu verbessern und Krankenhausinfektionen zu reduzieren. Jedes Bett kann bei Bedarf in den Krankenhausgarten geschoben werden, damit Sonnenlicht und Frischluft die Heilung fördert. Schon jetzt liegt die Verweildauer in dänischen Krankenhäusern mit 3,1 Tagen übrigens niedriger als in allen andern EU-Ländern.

Standardmäßig stehen auch ausklappbare Besucherbetten für Angehörige zur Verfügung. Auf Ärztezimmer wird hingegen konsequent verzichtet, Untersuchungen und Kommunikation finden mithilfe moderner Technik direkt im Krankenzimmer statt.

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