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Kunsttherapeutische Beratung

Kunst hilft Kindern: he ART s & di ART betes

Die Österreichische Gesellschaft für Kunst und Medizin ermöglicht Kindern, die an Herzproblemen oder Diabetes leiden, eine kunsttherapeutische Betreuung.

Ein Prozent aller lebendgeborenen Babys haben einen angeborenen Herzfehler, das sind jedes Jahr rund 900 neue Herzpatienten. Diabetes mellitus Typ 1 (T1D) ist wiederum die mit Abstand häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Laut Schätzungen sind rund 1.600 Kinder unter 15 Jahren sind von dieser Autoimmunerkrankung betroffen. Tendenz alarmierend steigend (+3,6 Prozent pro Jahr).

Was beide Patientengruppen verbindet: Kinder mit einem schweren angeborenen Herzfehler haben ebenso wie Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 ein signifikant erhöhtes Risiko für das Auftreten psychomotorischer, kognitiver, sprachlicher und psycho-sozialer Entwicklungsstörungen. Daher sei es „aus medizinischer und psychologischer Sicht sinnvoll und notwendig, bei psychischen Belastungssituationen möglichst frühzeitig zu intervenieren und die Ressourcen der Kinder zu stärken“, sagt Univ.-Prof. Dr. Birgit Rami-Merhar, MBA, Leiterin der Diabetesambulanz an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni/AKH Wien.

Gemeinsam mit Kollegen wie Univ.-Prof. Dr. Manfred Marx, Abteilung für Pädiatrische Kardiologie der MedUni Wien, engagiert sich Rami-Merhar daher für eine Initiative der Österreichischen Gesellschaft für Kunst und Medizin, die nun zwei Initialprojekte startete, um chronisch kranken Kindern und Jugendlichen eine solche Intervention unentgeltlich zu ermöglichen.

Die beiden Projekte „he ART s“ und „di ART betes“ bieten Volksschulkindern über ein halbes Jahr eine wöchentliche kunsttherapeutische Betreuung in Wien an. Ziel der Therapie sei es, „die Fähigkeiten der Kinder in Ressourcen umzuwandeln und ihnen so das nötige Rüstzeug für ihren Weg mitzugeben“, sagt Jutta Dennstedt, MA, klinische dipl. Kunsttherapeutin, Coach und Autorin, die beide Therapiegruppen betreut: „Die Kinder sollen erfahren, was sie aus eigener Kraft leisten und schaffen können. Damit können sie Selbstbewusstsein entwickeln und lernen, mit ihrer vorhandenen Angst umzugehen.“ 

Das erste halbe Jahr ist die Initiative durch Sponsorenbeiträge industrieller Partner (Hauptsponsoren sind derzeit Germania Pharmazeutika, sanofi-aventis und Dexcom Austria) ausfinanziert. Für eine Weiterführung und Ausweitung des Projekts werden aber noch Sponsoren und auch private Spender benötigt. Die Mitglieder der Gesellschaft stellen dafür eigene Kunstwerke zur Verfügung. Die Einnahmen aus deren Verkauf fließen in das Projekt.

Weitere Informationen unter: https://www.oegkm.net/kuki

Das Logo steht sinnbildlich für das Motto der Initiative: „Sei ein bunter Vogel – heb mit mir ab!“ Damit soll betroffenen Kindern geholfen werden, ihren „Flug“ in ein erfülltes Leben anzutreten – trotz und mit ihrer chronischen Erkrankung.

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