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Asbest und Lunge

Viele jener Eigenschaften, die Asbest für die industrielle Nutzung so attraktiv machten, sind verantwortlich für die besonders ungünstigen Wirkungen bei inhalativer Aufnahme der Fasern.  

Frustrane Phagozytose von Asbestfasern; Bei den Zellen handelt es sich um Alveolarmakorphagen (modifiziert nach: Donaldson et al., Part Fibre Toxicol 20103)
Frustrane Phagozytose von Asbestfasern; Bei den Zellen handelt es sich um Alveolarmakorphagen (modifiziert nach: Donaldson et al., Part Fibre Toxicol 20103)

Asbest ist eine in der Natur ubiquitär vorkommende Mineralfaser aus der Gruppe der Silikate. Die bekanntesten industriell verwendeten Asbestarten sind Blauasbest (Krokydolith) und Weißasbest (Chrysotil). Blauasbest mit langen gestreckten Fasern zeichnet sich durch eine besonders hohe Biopersistenz aus, was insbesondere im Hinblick auf die Kanzerogenität von Bedeutung ist.

Industrieller Einsatz

Die besonderen Eigenschaften von Asbest – hohe Hitzebeständigkeit, Reißfestigkeit, chemische Stabilität, hohe thermische und elektrische Isolationswirkung, gute Spinnbarkeit – machten Asbest für die industrielle Nutzung besonders attraktiv. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Asbest zur Herstellung von Asbesttextilien (Schutzkleidung für Feuerwehrleute) verwendet, im Jahr 1900 ließ der Österreicher Ludwig Hatschek die Herstellung von asbesthaltigem Faserzement „Eternit“ patentieren und verkaufte dieses an internationale Firmen.

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