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Herzinfarkt über 75: Die große Datenlücke

Alte Menschen erleiden häufiger Herzinfarkte. Dennoch werden sie aus großen Studien zum Management des akuten Koronarsyndroms häufig ausgeschlossen. Folglich sind valide Daten und Empfehlungen zur optimalen Behandlung dieser Patientengruppe rar. (Medical Tribune 4/18)  

Studiendaten zu geriatrischen Patienten sucht man oft vergeblich.
Studiendaten zu geriatrischen Patienten sucht man oft vergeblich.

Die Mortalität nach einem Myokardinfarkt hängt sowohl kurz- als auch längerfristig stark vom Alter ab, wobei bereits jenseits der 60 ein deutlicher Anstieg zu beobachten ist. Ein möglicher Grund dafür ist Datenmangel. Denn in klinischen Studien zum Management des akuten Koronarsyndroms (ACS) ist Alter oft ein Ausschlussgrund. Insgesamt ­waren in 80 ausgewerteten Studien nur 13,8 Prozent der Patienten älter als 75 Jahre.1  Dies repräsentiert die tatsächliche ACS-Population keineswegs korrekt, zumal in Registern mehr als ein Drittel der Patienten in diese Altersgruppe fallen. Tendenz steigend. Denn die ACS-Population verändert sich. Patienten werden älter, sind häufiger dement und stehen häufiger bereits unter diversen Therapien. „Damit sind ältere und multimorbide Patienten in jenen Studien, auf die sich unsere Guidelines stützen, unterrepräsentiert“, sagt Dr. Paul Haller von der 3. Medizinischen Abteilung am Wilhelminenspital, Wien.

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