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Von der Müdigkeitsgesellschaft zur Angstgesellschaft

Jede Zeitepoche hat ihre spezifische Psychopathologie. Chefarzt Dr. Georg Psota, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, im Gespräch über Ängste in unserer „verrückten Welt“. (Medical Tribune 22/2017)

Dr. Georg Psota: „Der Mensch braucht Perspektiven!“
Dr. Georg Psota: „Der Mensch braucht Perspektiven!“

Viele Jugendliche sagen: Es ist deprimierend, ständig von Krieg und Terror zu hören, weil man nicht weiß, ob man in Zukunft gewisse Dinge noch tun kann, z.B. in andere Länder reisen. Ihr Buch „Das weite Land der Seele“ hat den Untertitel „Über die Psyche in einer verrückten Welt“: Welche Rolle kommt (Zukunfts-)Ängsten dabei zu?

Psota: Vorweg: Bis auf die letzten 25 Jahre des vergangenen Jahrhunderts kann man mit Gewissheit ausschließen, dass die Welt früher weniger verrückt gewesen wäre! Was heute anders ist, ist die starke Medienpräsenz, die als Angstverstärker wirkt: Wir sind dadurch viel näher dran an Krieg und Terror. Hinzu kommt eine andere Ausgangslage: Hat sich die Gesellschaft einmal dran gewöhnt, dass in der eigenen Umgebung Frieden herrscht, dass man in diese und jene Länder problemlos reisen kann, dann kann jede scheinbare oder tatsächliche Veränderung beunruhigen und Angst machen.

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