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Dr. Stelzl: Brief ans Christkind

Weihnachten ist die Zeit der Wünsche. Schon als Kinder haben wir dem Christkind ein Brieferl geschrieben und gehofft, dass es all die schönen Dinge herbeizaubern würde, die wir so unbedingt haben wollten. Und meistens hat das Christkind auch viele schöne Dinge gebracht. Manchmal hat es ein wenig danebengehauen, und da Diplomatie immer schon mein zweiter Vorname war, gab es dann lange Gesichter bei Christkinds Mitarbeitern. Heute weiß ich, dass das Christkind es schwer hatte. Immerhin ist es zwar das Christkind, aber es ist auch schon uralt. Wie sollte es da genau wissen, was hipp und angesagt ist? Mittlerweile gibt es ja glücklicherweise Tauschbörsen und Internet. Und ein Teil des Weihnachtswunders ist, dass – egal wie grausam daneben ein Geschenk ist – irgendwo ein Mensch hockt, der genau damit seine Weihnachtsfreude haben wird.

W wie Wünsche

Inzwischen hat der Weihnachtsmann das Christkind fast verdrängt. Wahrscheinlich glauben wir, dass ein großer, starker Mann mit Schlitten und Rentieren einfach mehr Zeugs schleppen kann als das Christkind. Und wir wollen immer mehr und mehr. Früher oder später wird auch der Weihnachtsmann seinen Schlitten stehen lassen müssen und einen Sattelschlepper oder Güterzug benützen. Und es wird uns immer noch zu wenig sein. Weihnachten ist die Zeit der Wünsche. Ich überlege gerade, was ich dem Christkind heuer schreiben werde. Da kommt mir eine Idee. Was wäre, wenn wir dem Christkind einmal Danke sagen würden, statt „Will haben“? Ich für meinen Teil werde das jetzt einfach tun.

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