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Hautbefunde als Alarmzeichen für Tumoren

NÜRNBERG – Verschiedene gastrointestinale Tumorleiden gehen mit Hautmanifestationen einher. Einige dieser klinischen Syndrome stellt ein Dermatologe vor.

Davor, gleichzeitg, danach – dermatologische Veränderungen bei Erkrankungen, die typischerweise mit Magen-Darm-Manifestationen einhergehen, können zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten auftreten. Prof. Dr. Erwin Schultz von der Hautklinik am Klinikum Nürnberg-Nord bezeichnete die Haut als „Spitze des Eisbergs“. Hereditäre Syndrome sind dabei insgesamt selten, zu den bekanntesten zählt das Gardner-Syndrom, das autosomal dominant vererbt wird.

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Ein Lichen ruber tritt oft in Assoziation mit primär biliärer Zirrhose oder durch Medikamente auf. Unten rechts: Die Acanthosis nigricans kann sowohl bei benignen Leiden als auch paraneoplastisch entstehen.

Vorwiegend im Gesicht finden sich epidermale Zysten, außerdem sind Lipome sowie Zahn- und Kieferanomalien typisch. Neoplasmen drohen vor allem in Kolon (fast obligat!), Duodenum, Schilddrüse, Nebennieren, Leber und Gehirn. Bereits ab dem zehnten bis 15. Lebensjahr ist eine jährliche Koloskopie angezeigt. Ab dem 25. bis 30. Lebensjahr sollte alle ein bis drei Jahre die Spiegelung des oberen Gastrointestinal (GI)-Traktes erfolgen. Gegebenenfalls kommt eine prophylaktische Proktokolektomie in Betracht. Die Untersuchung der Schilddrüse steht im Abstand von zwölf Monaten an.

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