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Oberösterreich: Kritik an der Nostrifizierung

Foto: Simon Matzinger on Unsplash - "Traunkirchen Oberösterreich"Aktuelle Studien zeigen: 2020 werden in Oberösterreich 29.000 Facharbeiter fehlen, was für den Wirtschaftsstandort ein Problem ist. Umso unverständlicher ist es für Landesrat Rudi Anschober, dass man im Alltag offenbar auch noch massiven Restriktionen im Berufsanerkennungsverfahren begegnet. Wie dramatisch die Situation ist, zeigen Beispiele von Ärzten in Oberösterreich. Laut Dr. Thomas Fiedler, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, sind von den oberösterreichischen Allgemeinmedizinern 66 Prozent über 50 Jahre alt. Bei den Fachärzten sind es 60 Prozent. Obwohl der Ärztemangel immer akuter wird, gebe es – anders als in Wien und NÖ – kaum Maßnahmen, um die notwendige Nostrifizierung rasch abzuschließen.

Langwierige Verfahren

Nach Schätzungen könnten in OÖ über 50 Ärzte mit Fluchtgeschichte gut gebraucht werden. Trotz großen Engagements der Ärztekammer dauern die Nostrifizierungsverfahren lange an, häufig 2 bis 3 Jahre. Man braucht einen langen Atem und finanzielles Durchhaltevermögen. Der Kahlschlag bei der Mindestsicherung werde in etlichen Fällen zum Abbruch und damit zum Verschleudern der Potenziale und Qualifikationen führen, so die Kritik. Ärzten, die im Zuge der Migrationsund Fluchtbewegung nun in Österreich leben, sollte unter gewissen Voraussetzungen eine Arbeitserlaubnis erteilt und das Anerkennungsverfahren rasch durchgeführt werden. Alleine bei Migrare OÖ sind 34 Ärzte und 17 Zahnärzte in Beratung und stünden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

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