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Dr. Stelzl: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

stelzl.180Patienten wird immer empfohlen, den Beipack zu lesen, denn dieser ist sicher ausführlicher und genauer, als Arzt oder Apotheker es jemals sein könnten. Außerdem enthält er garantiert so viele Grauslichkeiten, dass man sich als Patient dann dreimal überlegt, ob man das verschriebene Medikament wirklich nehmen möchte. Nur die ganz Mutigen ringen sich nach der Lektüre eines durchschnittlichen Beipacktextes dazu durch, die Tabletten wirklich zu schlucken. Oder die ganz Dummen. Die, die einfach nicht verstanden haben, dass in jeder Ecke des Blisters Tod und Verderben lauern. Ich persönlich vermeide es, wenn irgend geht, einen Beipack zu lesen. Denn zu den Dummen gehöre ich nicht und das mit dem Mut ist so eine Sache.

Ich vertraue gerne auf die Weisheit und das Wissen der rezeptierenden Kollegen. Wenn ich wieder einmal selber an mir herumdoktere, greife ich gerne zu Altbewährtem. Oder ich frage einen anderen Arzt. Und oftmals frage ich auch den Apotheker, ich habe da eine Doktorin der Pharmazie in etwa anderthalb Kilometer links von meiner Ordi und einen Magister derselben zirka 500 Meter rechts von der Ordi. Beide schätze ich sehr ob ihres Wissens und ihres Engagements. Ich persönlich halte uns Ärzte nicht für die Krone der Schöpfung, also habe ich kein Problem damit, den Apotheker zu fragen. Und nicht nur den. Manchmal auch die Krankenschwester, den Physiotherapeuten oder den Viechdoktor.

K wie Kontrolle

Ich bin auch froh, wenn ich weiß, dass meine Rezepte noch einmal von einem mit Großhirn ausgestatteten Wesen kontrolliert und die Pillen nicht wahllos ausgegeben werden. Schließlich kann sogar ich mich irren. (Fällt mir schwer, das zuzugeben, aber möglich ist wäre es schon.) Und dann bin ich heilfroh, wenn der Patient nicht vergiftet wird, sich in Magenkrämpfen windet, urtikariell oder ödematös aufgeht wie eine Wuchtel oder gar tot umfällt. Wie gesagt. Ich finde Vertrauen gut, aber Kontrolle noch besser. So weit, so gut. Was ich aber auf den Tod nicht ausstehen kann, sind Inkompetenz und Besserwisserei. Und diese gefährliche Kombination macht auch vor Apotheken nicht halt. Mir scheint, ganz im Gegenteil, selbige im Sturm zu erobern.

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Von: Dr. Ulrike Stelzl