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Erfolgreiche Gesichtstransplantation in Spanien

In Barcelona erhielt ein an schweren Fehlbildungen leidender Patient ein Transplantat für zwei Drittel der unteren Gesichtshälfte, den Hals, den Mund, die Zunge und den Rachen.

Foto: EFE

Dr. Joan-Pere Barret erklärt bei einer Pressekonferenz die Details der zweiten Gesichtstransplantation im Krankenhaus Vall d' Hebrón.

Dr. Joan-Pere Barret erklärt bei einer Pressekonferenz die Details der zweiten Gesichtstransplantation im Krankenhaus Vall d’ Hebrón.

Fünf Jahre nach der Durchführung der ersten Gesichtstransplantation wurde im Februar am Universitätsklinikum Vall d’Hebron in Barcelona einem 45-jährigen Mann, der seit 20 Jahren an einer arteriovenösen Malformation leidet, partiell ein neues Gesicht transplantiert. An der 27-stündigen Operation waren 45 Mediziner beteiligt.

Die arteriovenösen Malformation hatte zu Verformungen des Gewebes und in weiterer Folge zu schweren Seh- und Sprechstörungen sowie Blutungen geführt. Aus diesem Grund entschloss sich das multidisziplinäre Team, den höchst komplizierten Eingriff vorzunehmen, obwohl nach Angaben der Klinik mehrere Spitäler in den USA, darunter das Klinikum der Harvard-Universität, den Patienten untersucht und als nicht operabel bezeichnet hatten.

Das Krankenhaus Vall d’Hebron war 2010 das erste Krankenhaus weltweit, das ein komplettes Gesicht transplantiert hatte. Kurz danach gelang dies auch in Creteil bei Paris, mittlerweile wird die Operation immer öfter durchgeführt.

Quelle: APA