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Demonstrationszug der Wiener Spitalsärzte

Die Wiener Spitalsärzte machen heute, Montag, wieder ihrem Unmut über die neue Arbeitszeitregelung auf der Straße Luft.

Foto: Ärztekammer für Wien

Der Protest richtet sich u.a. gegen die geplante Kürzung von 382 KAV-Ärzte-Stellen bis 2018.

 

Nachdem die Ärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) eine von Stadt, Gewerkschaft und Ärztekammer ausverhandelte Lösung zur Regelung ihrer Arbeitszeiten mit großer Mehrheit abgelehnt haben, finden sie sich heute zu einem Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung ein. Bereits am 19. Jänner hat eine Kundgebung im Wiener Museumsquartiers stattgefunden, diesmal wird die Gangart verschärft.

Der Protestmarsch startet heute um 16.00 Uhr vor der Medizinischen Universität in der Spitalgasse im 9. Bezirk und führt bis zum Maria-Theresien-Platz, wo für 18.00 Uhr die Schlussveranstaltung angesetzt ist.

Die Organisatoren errichten auch ein “Vorsorgedorf”, in dem Besucher Rat zu medizinischen Themen einholen können.

Der Präsident der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, erklärte, dass eine Reduktion von Arbeitszeit, Stellen und Nachtdiensten nicht möglich sei, ohne das Gesundheitssystem herunterzufahren. Die neue Ärztegewerkschaft “Asklepios” kündigte einen Trauermarsch für das öffentliche Gesundheitssystem an und wird einen Kranz niederlegen.

Ergebnisloses Freitags-Gespräch

Am Freitagabend wurden bei einem neuerlichen Zusammentreffen, bei dem sich u.a. Vertreter der Ärztekammer und die Gesundheitsstadträtin zur künftigen Arbeitszeitregelung im KAV mehrere Stunden lang austauschten, wieder keine Fortschritte erzielt. Einer Sprecherin Wehselys zufolge seien die Gespräche diesmal weniger konstruktiv verlaufen, ein gemeinsamer Nenner sei derzeit nicht in Sicht. Die Ärztekammer für Wien habe bei der Unterredung neue Punkte als Forderungen ins Spiel gebracht. Wehsely warf der Ärztekammer am Sonntag vor, an der “Eskalationsschraube” zu drehen.

Ein Sprecher der Wiener Ärztekammer erklärte, dass die Verhandlungen sehr zäh laufen würden und weiterhin keine Annäherung in Sicht sei.

Am Dienstag wird ein Gespräch zwischen KAV und Ärztekammer stattfinden, bereits am Freitag könnte das neue KAV-Arbeitszeit-Paket samt Gehaltsschema abgesegnet werden.

Notstandspital

Notstandsspital.at

Der Verein “Rettet das AKH”, als dessen Obmann der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres fungiert, ging nun auch mit der Website “Notstandsspital” online.

Die Proponenten fordern die Bevölkerung auf, alles publik zu machen, was am Wiener Gesundheitssystem krank ist.

www.notstandspital.at

Quelle: Ärztekammer für Wien, APA