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Ein neues Medikament zeigt vielversprechende Wirksamkeit bei Patienten mit Multiplem Myelom

Mikroskopische Aufnahme einer Myelom-Neoplasma-Knochenmarkbiopsie. Hämatoxylin- und Eosin-Färbung

Das Multiple Myelom ist trotz deutlicher Fortschritte bei der Therapie und Diagnostik in den letzten Jahren nach wie vor eine Herausforderung. Der Wirkstoff Teclistamab zeigt nun in einer Phase-I/II-Studie sensationelle Ergebnisse hinsichtlich Wirksamkeit bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom.1

Hintergrund

Das Multiple Myelom (MM) ist eine bösartige Plasmazellerkrankung. In Österreich werden jährlich etwa 8 neue Fälle je 100.000 Einwohnern diagnostiziert. Die Inzidenz mit jener in Deutschland und der Schweiz vergleichbar. Nach Erstdiagnose liegt die absolute 5-Jahres-Überlebensrate für Männer bei 41% und für Frauen bei rund 40%. Das mediane Erkrankungsalter bei Diagnosestellung beträgt bei Männern 72 Jahre und bei Frauen 74 Jahre, wobei generell die meisten Neudiagnosen geschlechtsunabhängig in der Altersgruppe der 70- bis 79-jährigen auftreten.2 Wird ein MM diagnostiziert, zeigt nun eine rezente Studie, publiziert im New England Journal of Medicine, überraschende Ergebnisse mit Teclistimab zur Behandlung des rezidiviertem oder refraktären MM. Teclistamab ist ein humanisierter bispezifischer IgG4PAA-Antikörper, der sowohl auf das CD3-Molekül, das auf der Oberfläche von T-Zellen exprimiert wird, als auch auf das B-Zell-Reifungsantigen, das auf der Oberfläche von Myelomzellen exprimiert wird, abzielt. Im dosisdefinierenden Phase-1-Teil der Studie zeigte Teclistamab eine vielversprechende Wirksamkeit bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom.

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