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ÄK: „Turnus-Ärzte zählen nicht“

Der Ärztemangel-Mythos treibt immer absurdere Blüten. Zwar sickert endlich auch bei Entscheidungsträgern ein, dass wir die höchste Ärztedichte und deswegen keinen Mangel haben, aber einige, vor allem die, die seit Jahren krampfhaft einen Mangel sehen wollen, können das so nicht gelten lassen.

Nun geschah es, dass der höchste Kassenfunktionär, der Hauptverbandschef Peter McDonald, sich öffentlich eben zu dieser „höchsten Ärztedichte weltweit“ bekannte und damit den höchsten Ärztekammerfunktionär der niedergelassenen Ärzte, den Kurienobmann Johannes Steinhart, auf den Plan rief. Und der erklärte postwendend und mit Überzeugung, dass die „höchste Ärztedichte weltweit“ nur eine angebliche sei, weil man – und das ist völlig neu – Turnusärzte, und zwar alle 7000, inklusive derer, die in einer Facharztausbildung stehen, nicht mitzählen dürfe: Rechnete man die Turnusärzte heraus, so gäbe es in Österreich 4,1 Ärzte pro 1000 Bewohner, das entspräche der Dimension der Schweiz, Schwedens (jeweils 3,9), Deutschlands (4,0) und Norwegens (4,2).

Die von ihm zitierten Zahlen stammen von der OECD. Geliefert werden sie seit vielen Jahren von der Ärztekammer, die sich an die Definition der OECD halten muss – alle Länder müssen das, damit eben die Zahlen vergleichbar sind. Und weil dem so ist und weil (eben nur fast) niemand auf dieser Welt auf die Idee käme, Ausbildungsärzte nicht als Ärzte zu bezeichnen, werden diese überall und definitionsgemäß natürlich mitgezählt.

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