Wichtige Studien zur Melanomtherapie

Stadium III – adjuvante Therapie
Lymphadenektomie nach positiven Sentinel-Lymphknoten? Ulrike Leiter präsentierte die finale Analyse der DeCOG-SLPStudie zur kompletten Lymphknoten-Dissektion nach positiver Sentinel-Lymphknotenbiopsie (Leiter U et al., Abstract 9501). In dieser Studie wurden 241 Patienten in den Observationsarm und 242 in den Arm mit komplettierender Lymphadenektomie randomisiert. Eingeschlossen waren Patienten mit Mikrometastasen im Sentinel einschließlich Einzelzellen. In den früheren 3-Jahres-Überlebensraten des fernmetastasenfreien Überlebens (DMFS) zeigte sich in beiden Gruppen kein Unterschied (HR 1,03). Dasselbe Bild zeigte sich beim 3-Jahres-Gesamtüberleben (OS) und dem 3-Jahres-rezidivfreien-Überleben (RFS; HR 0,96 bzw. 0,95). Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von nun 72 Monaten zeigte sich im DMFS eine HR von 1,08 und im OS eine HR von 0,99. Entscheidende prognostische Faktoren für DMFS, RFS und OS blieben die Tumorlast im Sentinel und auch die Tumordicke. Aus diesem Grund sollte eine komplettierende Lymphknoten- Dissektion bei Sentinel-Positivität nicht mehr durchgeführt werden. Als offene Frage blieb jedoch das Vorgehen bei Melanomen der Kopf-/Halsregion, da diese in den Studien nicht inkludiert waren.
