5. Juni 2023Empfehlungen der EULAR

Leitlinie zu Bildgebung bei Gicht und anderen Kristallarthropathien

Während eines akuten Anfalls kann die Gicht klinisch diagnostiziert werden. Darüber hinaus liefert die Bildgebung jedoch wertvolle Informationen über den Zustand nicht akut betroffener Gelenke sowie über bereits eingetretenen Schaden. Empfehlungen für den Einsatz der Bildgebung bei Gicht und anderen Kristallarthropathien wurden nun in einer Leitlinie zusammengefasst, die im Rahmen des EULAR-Kongresses 2023 präsentiert wurde.

Gicht, rheumatoide Arthritis
stockdevil/GettyImages

Die Kristallarthropathien (crystal-induced arthropathies – CiA) stellen eine vielgesichtige Gruppe von Erkrankungen dar, bei der es zu Ablagerung von kristallinen Stoffwechselprodukten in der Gelenkhöhle und in der Folge zu Arthritis kommt. In den Gelenkhöhlen auskristallisieren können Harnsäure bzw. Natriumurat (Gicht), Calciumpyrophosphat-Kristalle (Chondrokalzinose), Hydroxylapatit-Kristalle (Hydroxylapatit-Ablagerungskrankheit) sowie Homogentisinsäure (Ochronotische Arthropathie). Die Bildgebung kann eine wichtige Rolle in der Diagnostik der Kristallarthropathien spielen, ist in dieser Indikation allerdings keineswegs trivial, wie Priv.-Doz. Dr. Peter Mandl von der Wiener Universitätsklinik für Innere Medizin III ausführt. Die Erkrankungen äußern sich klinisch in akuten Episoden von Arthritis, gefolgt von symptomfreien Episoden.

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