1. März 2023Die praktische Frage

Was bedeutet das Ende der kalten Progression?

Die Abschaffung der kalten Progression zählte seit Jahren zu den Fixpunkten auf der Wunschliste von Ökonomen und Steuerexperten. Mit Jahreswechsel war es so weit. Der skurrile Automatismus aus inflationsbedingt steigenden Bemessungsgrundlagen und starren Tarifstufen wurde mit der ökosozialen Steuerreform 2022 beseitigt. Bisher stieg die Steuerlast trotz gleichbleibendem realem Einkommen. Worum geht es?

Roter Aktenordner mit der Aufschrift Tax
gopixa/GettyImages

Bislang wuchs die steuerliche Bemessungsgrundlage der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler im Zeitablauf an, ohne dass der Steuertarif entsprechend angepasst worden wäre. Dadurch erhöhte sich die Steuerlast überproportional, obwohl das reale Einkommen unverändert geblieben ist. Durch die „Zwei-Drittel-Regelung“ werden wesentliche Teile der Einkommensbesteuerung – allen voran die Grenzbeträge für Tarifstufen und Absetzbeträge – künftig automatisch jährlich um zwei Drittel der Inflation angepasst. Dies bedeutet, dass die Grenzen angehoben werden, ab denen höhere Steuersätze gelten („progressive Besteuerung“).

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