18. Feb. 2019

Blut und Plasma: Spenden sinken

Ein Blutbeutel mit Spenderblut hängt an einem Spendersessel.
FOTO: SUDOK1/GETTYIMAGES

Die Zahl der klassischen Blutspenden ist rückläufig: Die ‚alten‘ Blutspender der Babyboomer-Generation werden zunehmend selbst zu Empfängern, zu wenige junge Spender rücken nach. Der Bedarf an Plasmaprodukten steigt. (Medical Tribune 8/19)

Altruismus – eine wesentliche Voraussetzung, um das System der Blutversorgung mittels freiwilliger Blutspende aufrechtzuerhalten. Zwei Faktoren würden diesen Konsens, der bislang ausreichenden Nachschub an Blutkonserven gewährleistete, infrage stellen, sagt Angelika Widhalm, Vorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Österreich. Die Menschen seien zunehmend weniger bereit, etwas „in die Gesellschaft hineinzubringen“. Sie erwarten sich laut Widhalm aber gleichzeitig, dass die Systeme der medizinischen Versorgung lückenlos funktionieren. Immer weniger Menschen nähmen darüber hinaus in Kauf, dass Blutspenden – im Gegensatz zu Plasmaspenden, die mit Aufwandsentschädigung remuneriert und von ständigen Gesundheitschecks begleitet werden – nach wie vor freiwillig und unbezahlt sind.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin Medical Tribune