17. Apr. 2024Aus der Fachliteratur

Asthmakontrolle in der Schwangerschaft

Bei vielen Frauen mit Asthma verschlechtert sich die Erkrankung während der Schwangerschaft. Das Treatable-Traits-Modell kann zur Krankheitskontrolle beitragen.

Abgeschnittenes Bild einer schwangeren Frau, die Asthma-Inhalator hält, um Anfällen vor buntem Hintergrund mit Kopierraum
sosiukin/AdobeStock

Zwischen 8 und 13% aller schwangeren Frauen weltweit haben Asthma. Damit ist es die häufigste chronische Erkrankung während der Gravidität. Bei etwa 40% dieser Frauen verschlechtert sich während der Schwangerschaft die Asthmakontrolle. 20–40% erleiden eine Verschlimmerung ihrer Symptome, was zu ungünstigen Ergebnissen für Mutter und Kind, einschließlich Präeklampsie, einer erhöhten Rate an Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht, führen kann. Ziel des Asthma-Managements während der Schwangerschaft ist daher, die Krankheit zu kontrollieren und Exazerbationen zu verhindern.

Ein vielversprechender Ansatz ist dabei das Treatable-Traits-Modell. Dieses holistische Konzept, entwickelt für Patientinnen und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, zielt darauf ab, behandelbare Merkmale („treatable traits“) zu identifizieren. Dabei handelt es sich um klinisch relevante und erreichbare Ziele, die mithilfe von Biomarkern, phänotypischen Merkmalen, Gentests oder klinischen Schweregradskalen erfasst werden können. Auf dieser Basis werden individualisierte Managementpläne erstellt, um die Ziele zu erreichen.

Die behandelbaren Merkmale lassen sich in 3 Hauptdomänen einteilen:

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