20. Juni 2023Aus der Fachliteratur

Wenn COPD an der Seele nagt

Viele von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) Betroffene leiden unter psychischen Störungen. Diese verschlimmern das pneumologische Leiden, werden aber oft weder erkannt noch behandelt. Dabei gibt es wirksame nicht-medikamentöse Therapieansätze: Psychotherapie und pulmonale Rehabilitation helfen gegen Depression und Angst.

Alter Mann, der eine Zigarette raucht
seb_ra/GettyImages

Bei COPD-Patienten und -Patientinnen treten insbesondere Ängste und Depressionen häufiger auf als bei Gesunden. Zwar erfüllen die Betroffenen in vielen Fällen nicht alle Kriterien für das Vollbild dieser psychischen Erkrankungen, sie leiden aber durchaus an behandlungsbedürftigen Symptomen – mit teils schwerwiegenden Folgen. So schaffen sie es z.B. seltener, mit dem Rauchen aufzuhören, entwickeln vermehrt Exazerbationen und müssen häufiger stationär behandelt werden, berichten Dr. Eleonora Volpato von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand und Kolleginnen und Kollegen. Umso wichtiger erscheint für alle COPD-Patienten und -Patientinnen ein regelmäßiges Screening auf etwaige seelische Begleitbefunde. Dazu eignen sich beispielsweise Fragebogen wie PRIME-MD (Primary Care Evaluation of Mental Disorders) und HADS (Hospital Anxiety and Depression Scale), die auch auf Deutsch erhältlich sind.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.
Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum pneumo