20. Dez. 2021ÖSG-Kongress

Kopfschmerz durch zu viele Tabletten: Warum die Prophylaxe besser wirkt als der Entzug

Der durch Analgetika-Übergebrauch induzierte Kopfschmerz (MOH) wird nach wie vor kontroversiell diskutiert. Doch die funktionelle Bildgebung beweise ihn zweifelsfrei, sagt Dr. Sonja-Maria Tesar, Leiterin der Kopfschmerzambulanz am Klinikum Klagenfurt, beim diesjährigen Kongress der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) in Villach. Das bessere Verständnis der Pathophysiologie führt auch zu einer erfolgreicheren Therapie: Eine Prophylaxe mit CGRP-Antikörpern – „Meilensteine in der Migräne-Behandlung“ – sind dem alleinigen Entzug überlegen, nicht zuletzt, da man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt.

Junger Mann, der zu Hause an Kopfschmerzen, Migräne oder Kater leidet
iStock/fizkes

Definiert ist der MOH (Medication Overuse Headache) als chronischer sekundärer Kopfschmerz, der durch die Einnahme akuter unspezifischer wie (Migräne-)spezifischer Schmerzmittel ausgelöst werde, leitet Dr. Sonja-Maria Tesar, Leitung Ambulanz für Kopf- und Gesichtsschmerzen am Klinikum Klagenfurt, Vizepräsidentin der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft, Medizinische Direktorin LKH Wolfsberg, ihren Vortrag auf dem gut besuchten Hybrid-Kongress ein. Die zwei wichtigsten Kriterien sind:

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