
Dreifachtherapie verändert die Immunantwort bei Mukoviszidose
Elexacaftor/Tezacaftor/Ivacaftor (ETI) beeinflusst bei Kindern mit Mukoviszidose nicht nur die CFTR-Funktion, sondern auch Epithel- und Immunzellen. Eine Single-Cell-Analyse zeigt eine teilweise Wiederherstellung gestörter Abwehrmechanismen und weniger proinflammatorische Aktivität.
Elexacaftor/Tezacaftor/Ivacaftor (ETI) verbessert bei Kindern mit Mukoviszidose klinische Parameter wie Schweißchlorid-Konzentration und Lung Clearance Index. Doch was geschieht dabei in den Zellen der Atemwege? Eine Untersuchung von 13 Kindern zeigte drei Monate nach Therapiebeginn Veränderungen der CFTR-Expression, der Interferon- und MHC-Signalwege sowie der entzündlichen Aktivität von Neutrophilen und Makrophagen. Allerdings verschwinden nicht alle krankheitsassoziierten Veränderungen gleichermaßen.
Blick in einzelne Zellen
Die klinischen Effekte der CFTR-Modulatortherapie sind gut dokumentiert. Weniger klar war bislang, wie ETI die Atemwegsschleimhaut auf molekularer und zellulärer Ebene verändert. Genau hier setzte die Arbeitsgruppe um Dr. Simon Gräber und Dr. Saskia Trump an.
- Loske J et al., Pharmacological Improvement of Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator Function Rescues Airway Epithelial Homeostasis and Host Defense in Children with Cystic Fibrosis. American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2024; 209: 1338–1350. doi: 10.1164/rccm.202310-1836OC
- Presseaussendung Mukoviszidose Institut GmbH, Bonn
