
COPD: Wer zum Frequent Exacerbator wird
Die Exazerbationsphänotypen bei COPD sind nicht statisch. Vielmehr kann ein zunächst stabiler Verlauf kann verschlechtern. Andererseits können Patientinnen und Patienten mit häufigen Exazerbationen auch wieder einen stabileren Verlauf erreichen.

Eine belgische Registerstudie untersuchte, welche Faktoren mit unterschiedlichen Exazerbationsverläufen bei COPD verbunden sind. Die Studie zeigt eine erhebliche Dynamik der Exazerbationsphänotypen bei COPD.
Anhand landesweiter belgischer Gesundheitsdaten untersuchten Delphine Vauterin und Team, welche Faktoren mit Veränderungen zwischen verschiedenen Exazerbationsphänotypen verbunden sind. Dabei unterschieden sie zwischen
- Non-Exacerbators (NE),
- Infrequent Exacerbators (IE) und
- Frequent Exacerbators (FE).
Eingeschlossen wurden Patientinnen und Patienten ab 45 Jahren, die entweder mindestens drei Monate lang Medikamente gegen obstruktive Atemwegserkrankungen erhalten hatten oder bei denen eine COPD im Krankenhaus diagnostiziert worden war. Patientinnen und Patienten mit Asthma wurden ausgeschlossen. Das mittlere Alter betrug 68,6 Jahre, 48,0% waren Frauen.
Vauterin D, Transitions to and reversion from a persistent frequent-exacerbator state in COPD. ERJ Open Research 2026; 12(3): 01098-2025. doi: 10.1183/23120541.01098-2025
