
ILD bei Kindern: Pulmonale Fibrose tritt bereits früh auf
Eine große europäische Register-basierte Studie quantifiziert erstmals die Häufigkeit pulmonaler Fibrose bei Kindern und Jugendlichen mit interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD). Die Daten der im The Lancet Respiratory Medicine publizierten multizentrischen Beobachtungsstudie zeigen, dass Betroffene eine schlechtere Lungenfunktion aufweisen, ein erhöhtes Risiko für Tod oder Lungentransplantation tragen und von antifibrotischen Therapien profitieren könnten.

Pulmonale Fibrose gilt bei Erwachsenen als wesentlicher Risikofaktor für Morbidität und Mortalität bei interstitiellen Lungenerkrankungen. Für Kinder und Jugendliche mit Childhood Interstitial Lung Disease (chILD) fehlten bislang jedoch belastbare Daten zur Häufigkeit, klinischen Bedeutung und Prognose fibrosierender Veränderungen. Eine Auswertung des europäischen chILD-EU-Registers liefert nun erstmals eine systematische Bestandsaufnahme. Die in dieser Studie untersuchten Diagnosen deckten nahezu das gesamte Spektrum der chILD-Erkrankungen ab.
Griese M et al., Prevalence and disease trajectories of pulmonary fibrosis of childhood interstitial lung disease: a register-based, multicentre observational study. The Lancet Respiratory Medicine, 2026; 14, 786-796; doi: 10.1016/S2213-2600(26)00052-4
