Sekundärprävention nach Herzinfarkt

Was gehört heute noch zur Standardtherapie nach einem Herzinfarkt? Während einige Ansätze unverändert bleiben, hat neue Evidenz andere infrage gestellt.

Kardiologische Beratung zu Herzerkrankung und Therapie.
Charlie's/stock.adobe.com

PD Dr. Gregor Fahrni vom Stadtspital Zürich Triemli zeigte in einem Vortrag, welche alten Dogmen weiterhin gelten, welche nicht mehr – und warum das Weglassen oft Teil einer guten Therapie ist. Die Erfolgsgeschichte der Herzinfarkttherapie begann lange vor modernen Medikamenten, erinnerte Dr. Fahrni. In den 1960er-Jahren lag die Spitalsmortalität noch bei 30%. Mit der Einführung von Intensivstationen, Monitoring und Defibrillation sank sie auf 18%, durch die Lysetherapie auf 7% und seit der Etablierung der primären PCI in den 1990er-Jahren auf etwa 5%. Das Hauptproblem bleibt die Mortalität vor Spitaleintritt, die weiterhin 35 bis 40 % beträgt, erklärte der interventionelle Kardiologe. Deshalb beginne die Postinfarktbehandlung im Grunde mit dem Herzinfarkt selbst.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.