CDK4/6i bei Brustkrebs im Frühstadium: Die Falle der axillären Stadieneinteilung

Ein integriertes Modell zur Risikostratifizierung könnte Hochrisikopatientinnen mit Brustkrebs identifizieren, die für eine CDK4/6i-Therapie in Frage kommen. So ließen sich unnötige axilläre Eingriffe beim frühen Brustkrebs möglicherweise vermeiden.

Eine axilläre Deeskalation mittels Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (SLNB) senkt die Morbidität im Vergleich zur vollständigen axillären Lymphknotenentfernung (cALND). Dennoch hängt die Eignung für eine Behandlung mit CDK4/6-Inhibitoren (CDK4/6i) weiterhin teilweise vom Lymphknotenstatus ab.1-5

Dies führt jedoch zu einer Abhängigkeit, bei der eine reduzierte chirurgische Stadieneinteilung unbeabsichtigt den Zugang zu wirksamen Therapien einschränken könnte. Mehrere klinische Studien befassten sich mit diesem Dilemma und bewerteten dabei die klinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Verzichts auf die axilläre Stadieneinteilung auf die Eignung für CDK4/6i. Eine aktuelle Analyse von fünf Studien wurde von Dr. André Pfob auf der ESMO Breast Cancer 2026 vorgestellt.

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