
Enzalutamid verbessert PFS bei Hochrisiko-Patienten nach Prostatektomie
Die am ASCO Genitourinary Cancers Symposium 2026 vorgestellte STEEL-Studie zeigt: Der Androgenrezeptor-Inhibitor Enzalutamid kann das progressionsfreie Überleben von Hochrisikopatienten mit biochemischem Rezidiv verbessern, wenn er die Standard-Androgendeprivationstherapie im Rahmen der Salvage-Radiotherapie ergänzt.

Nach einer radikalen Prostatektomie gilt die Kombination aus Salvage-Radiotherapie (SRT) und Androgendeprivationstherapie (ADT) als Standardbehandlung für Patienten mit ungünstigem Risikoprofil. Die randomisierte Phase-II-Studie STEEL (RTOG 3506) untersuchte, ob eine zusätzliche Androgenrezeptorblockade mit Enzalutamid die Therapieergebnisse weiter optimieren kann.
In die Studie wurden Patienten mit biochemischem Rezidiv, definiert als ein PSA-Wert ≥0,2ng/ml, eingeschlossen, wenn mindestens ein Hochrisikofaktor vorlag. Dazu zählten ein hoher Gleason-Score (8–10), Lymphknotenbeteiligung, Samenblaseninfiltration oder persistierend erhöhtes PSA nach der Operation.
Posades EM et al. A randomized phase 2 study of enhanced AR blockade with enzalutamide in high-risk patients with biochemical relapse undergoing salvage radiation: Final results from RTOG 3506 (STEEL). ASCO GU 2026; Abstract #156.