26. Mai 2026OeGHO- & AHOP-Frühjahrstagung 2026

Kolonkarzinom: Das adjuvante Therapiespektrum erweitert sich

Die adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms entwickelt sich zunehmend über das
klassische Chemotherapieregime hinaus. Im Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Gudrun Piringer,
Kepler Universitätsklinikum, Linz, auf der OeGHO- & AHOP-Frühjahrstagung 2026 standen drei
potenziell praxisverändernde Entwicklungen im Fokus: die Immuntherapie bei lokalisiertem dMMR/MSI-H-Kolonkarzinom, niedrig dosierte Acetylsalicylsäure bei molekular selektionierten Patienten und strukturierte körperliche Aktivität in der Nachsorge.

Two elderly unidentified couples with e-bikes cycle on a Dutch country road between fields in the province of North Brabant.
Ruud Morijn/stock.adobe.com

Immuntherapie bei lokalisiertem dMMR/MSI-H-Kolonkarzinom

Für Patienten mit lokalisiertem dMMR/MSI-H-Kolonkarzinom rückt die Immuntherapie in das adjuvante und neoadjuvante Setting. Im Stadium III rezidiviert trotz etablierter Fluoropyrimidin/Oxaliplatin-basierter Therapie ein relevanter Anteil der Betroffenen, und rund 15 % der Kolonkarzinome sind mikrosatelliteninstabil. Für diese Subgruppe erscheint eine alleinige Fluoropyrimidin-basierte Behandlung unzureichend, während Checkpoint-Inhibitoren im metastasierten Setting etabliert sind, wie Doz. Piringer erläuterte.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum onko