6. Mai 2026Phase-III-Daten zu Mirtazapin

Neue Hoffnung bei Methamphetamin-Abhängigkeit

Eine Methamphetamin-Abhängigkeit geht mit einer hohen Morbidität und Mortalität einher, auch weil es bislang an zugelassenen pharmakologischen Optionen fehlt. Eine im JAMA Psychiatry publizierte randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie liefert nun Hinweise darauf, dass das Antidepressivum Mirtazapin den Konsum bei Patientinnen und Patienten mit moderater bis schwerer Abhängigkeit reduzieren kann.

Eine Methamphetamin-Gebrauchsstörung ist schwer zu behandeln und mit erheblichen psychiatrischen und somatischen Risiken verbunden, darunter Psychosen, Suizidalität und kardiovaskuläre Komplikationen. Weltweit sind laut den Autorinnen und Autoren der vorliegenden Studie rund 7,4 Millionen Menschen betroffen, verbunden mit jährlich mehr als 300.000 Todesfällen. Trotz dieser Krankheitslast existieren bislang keine zugelassenen Medikamente. Vor diesem Hintergrund untersuchten die Forschenden Mirtazapin als potenzielles Therapeutikum.1

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum neuropsy