Koronar-CT: zwischen Lebensretter und Überdiagnostik
Das Koronar-CT hat sich als zentrale Methode zur Abklärung der koronaren Herzkrankheit (KHK) etabliert. Doch mit der zunehmenden Verfügbarkeit wächst auch das Risiko der Überdiagnostik.
In einer Fortbildungsveranstaltung zeigte PD Dr. Philip Haaf, Kaderarzt Kardiologie, Universitätsspital Basel, bei welchen Patienten das Koronar-CT von prognostischem Nutzen ist – und wann Zurückhaltung geboten ist.
Das Koronar-CT erfasst atherosklerotische Veränderungen früher als andere Untersuchungen. "Während die invasive Koronarangiografie vor allem das Gefäßlumen abbildet, macht das Koronar-CT auch schon frühe wandständige Gefäßveränderungen sichtbar". So hat es bei guter Bildqualität einen negativ prädiktiven Wert von 99%, um eine relevante KHK auszuschließen.