16. März 2026CGRP-Antikörper verändern die Versorgung von Patienten

Zielgerichtete Migräneprophylaxe

Mit CGRP-gerichteten Therapien steht seit mittlerweile etwa acht Jahren eine spezifische, gut verträgliche und langfristig wirksame Migräneprophylaxe zur Verfügung, die Krankheitskontrolle wesentlich verbessern kann. Für die klinische Praxis bedeutet das einen Paradigmenwechsel – hin zu früher und konsequenter Prävention. Ein aktueller Review in The Lancet Neurology fasst die Evidenz zusammen.

Migräne
Acak/stock.adobe.com

Migräne gehört mit rund 1,2 Milliarden Betroffenen weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Prävention ist mittlerweile neben der Akuttherapie eine wichtige Säule der Migränebehandlung mit dem Ziel, die Attackenfrequenz und -intensität zu reduzieren, Behinderung zu verringern und einer Chronifizierung vorzubeugen. Eine Reduktion der monatlichen Migränetage um mindestens 50% – bei chronischer Migräne um mindestens 30% – gilt als klinisch relevanter Erfolg.

Ungenutztes Potenzial für die Migräneprophylaxe

Die Autorinnen und Autoren des Reviews in The Lancet Neurology (1) weisen allerdings darauf hin, dass präventive Behandlungen bislang in großem Umfang ungenutzt geblieben sind. Viele Patientinnen und Patienten verlassen sich weiterhin ausschließlich auf Akutmedikation. Mit dem Risiko eines Medikamentenübergebrauchs und einer weiteren Verschlechterung des Krankheitsverlaufs.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.
Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum neuropsy