27. Aug. 2025Im Gespräch mit Dir. Dr. Christian Marth

Gynecologic Cancer Intergroup unter österreichischer Flagge

Die Gynecologic Cancer Intergroup (GCIG) hat erstmals in ihrer mehr als 30-jährigen Geschichte einen österreichischen Vorsitzenden: Dr. Christian Marth, Vorstand der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Innsbruck, wurde zum Präsidenten gewählt. Für die nächsten zwei Jahre seiner Amtszeit hat er sich viel vorgenommen. 

Dr. Christian Marth, Vorstand der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Innsbruck
Medizin Universität Innsbruck/B. Köll

Herzliche Gratulation zur Wahl zum Vorsitzenden. Wofür steht die Gynecologic Cancer Intergroup?

Marth: Die GCIG ist 1993 aus einer kanadisch-amerikanisch-europäischen Zusammenarbeit entstanden. Anlass war die Entwicklung neuer Therapien beim Eierstockkrebs und die Erkenntnis, dass es nicht möglich ist, die Forschung nur in einzelnen Ländern zu machen. Der Zusammenschluss von Kanada, USA und Europa war der erste Schritt zur GCIG. Mittlerweile sind wir 33 kooperative Forschungsgruppen weltweit und versuchen als Vereinigung dieser Gruppen den Wissenstransfer hin zu den Patientinnen zu ermöglichen. Das heißt, Entwicklung von Leitlinien für Therapien und Studien, die Durchführung von multinationalen Studien und Unterstützung für jene Länder, in denen die klinische Forschung noch nicht so weit entwickelt ist.

Wie schwierig war es, sich als Kandidat aus einem kleinen Land wie Österreich durchzusetzen?

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