EASD: Real-World-Evidence zu Capsaicin-Pflaster bei schmerzafter peripherer diabetischer Neuropathie
Eine Kohortenstudie, in die Patientinnen und Patienten mit schmerzhafter peripherer diabetischer Neuropathie (pDPN) eingeschlossen wurden, zeigt über ein Jahr eine deutliche Reduktion der Schmerzscores sowie des Medikamentenbedarfs.

Ein hoher Prozentsatz (30–50%) der Menschen mit Diabetes mit peripherer diabetischer Neuropathie entwickelt eine schmerzhafte periphere diabetische Neuropathie (painful diabetic peripheral neuropathy, pDPN), die sich in starken Schmerzen äußern kann. Die Betroffenen geben Kribbeln, Brennen und Hyperästhesie in Füßen, Beinen und Händen an. In der Folge kommt es zu einer deutlichen Beeinträchtigung von Lebensqualität, Schlaf, Stimmung und täglichen Aktivitäten.1,2 Dennoch erhalten rund 50% der Patientinnen und Patienten, bei denen in Screening Untersuchungen eine pDPN gefunden wird, nie eine adäquate Diagnose und fast ein Viertel vermeidet es, die Symptome mit den Behandelnden zu besprechen.
- Tesfaye S. Curr Opin Support Palliat Care. 2009 Jun; 3(2):136–43
- Kec D et al. Eur J Pain. 2022 Feb; 26(2):370–389
- Eerdekens M et al. Neuropathic pain symptoms in patients with painful diabetic neuropathy followed for 12 months after treatment with high concentration (179 mg) capsaicin patch: a retrospective cohort study, EASD 2024, Oral Presentation 64