
Beschwerden aufgrund eines unreifen Ovarialteratoms
Raumforderungen der Ovarien bei jungen Mädchen und Adoleszenten sind selten. Zur häufigsten Gruppe der Keimzelltumoren zählen Teratome, die bei Frauen in der 2. und 3. Dekade und auch im juvenilen Alter vorkommen können. Berichtet wird hier über den Fall einer 20-jährigen Patientin, die sich mit einer wachsenden abdominalen Masse vorstellte, die sich als unreife bilateralezystische ovarielle Teratome (BCOT) herausstellten. Diese werden im Normalfall operativ entfernt und zusätzlich durch Cisplatin-basierte Chemotherapien behandelt. Die Prognosen sind in der Regel ausgezeichnet.

Es wird vermutet, dass Teratome aus versprengten Keimzellen entstehen, die während der Embryonalentwicklung an einen falschen Ort gelangen. Denkbar ist deren Entstehung aber auch durch eine spätere Verschleppung, etwa während einer Operation oder durch ein Trauma. Unterschieden wird zwischen reifen und unreifen Teratomen. Zweitere werden histologisch nach der Menge des unreifen Nervengewebes in die Klassen I–III eingeteilt, Tumore der Klasse I enthalten selten unreifes Gewebe, während Tumore der Klasse III hauptsächlich aus embryonalem Gewebe mit hoher mitotischer Aktivität bestehen.
