
Spenderbasierte Neoplasie nach allogener Stammzelltransplantation
Eine vom Spender stammende myeloproliferative Neoplasie (Donor Derived Myeloid Neoplasm, DDMN) ist eine seltene Komplikation nach einer allogenen Blutstammzelltransplantation (alloHSZT), könnte aber sowohl vom Donor als auch vom Rezipienten stammende Faktoren aufdecken, die zur Pathogenese einer erneuten Erkrankung beitragen. Der häufige Einsatz molekularer Technologien erleichtert dieses Unterfangen.

In einer rezenten Untersuchung wurden drei Fälle einer donorbasierten Neoplasie beschrieben: Der erste beschreibt einen Fall einer von einem Spender stammenden chronischen myelomonozytären Leukämie (CMML). Welche Rolle dabei therapiebedingten Ursachen sowie spender- oder empfängerbedingten Faktoren bei der Krankheitsentstehung zukommt, wird exemplarisch an diesem und weiteren Fällen anhand einer Literaturübersicht beschrieben.
