
Wenn Immuntherapien das Nervensystem schädigen
Die Blockade von Immuncheckpoints durch monoklonale Antikörper bedeutet einen Paradigmenwechsel in der onkologischen Therapie. Typisch für diese Therapien ist ein Nebenwirkungsspektrum, das an Autoimmunerkrankungen erinnert. Diese Komplikationen können auch das zentrale und periphere Nervensystem betreffen. Sie müssen erkannt und behandelt werden.

Da Immuncheckpoint-Inhibitoren nicht gegen Tumorzellen gerichtet sind, sondern gegen Immunzellen, ergibt sich für diese neue Medikamentenklasse ein Nebenwirkungsspektrum, das sich deutlich von den Toxizitäten der klassischen onkologischen Therapien unterscheidet. Diese Nebenwirkungen können nicht zuletzt auch das Nervensystem betreffen, erläutert Prof. Dr. Alberto Vogrig vom Universitätsspital Udine.