4. Juli 2023EAN 2023

Hämatopoetische Stammzelltransplantation bei MS: Schubfrei über acht Jahre

Eine an einem italienischen Zentrum durchgeführte Studie untersuchte den Effekt einer autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (aHSCT) in der Behandlung der Multiplen Sklerose auf den Endpunkt PIRA (progression independent of relapse activity). Die Studie zeigte nach vier Jahren hinsichtlich PIRA keinen signifikanten Vorteil für die aHSCT. Allerdings blieb die gesamte aHSCT-Kohorte über den gesamten Beobachtungszeitraum schubfrei.

Stammzellforschungspipette
CIPhotos/GettyImages

Die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (aHSCT) ist in der Behandlung verschiedener hämatologischer Malignome seit Langem gut etabliert. In der Indikation der aggressiven/hochaktiven schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) konnte im Vergleich zu hochwirksamen krankheitsmodifizierenden Therapien (DMTs) ebenfalls eine ausgeprägte Wirkung auf die Krankheitsaktivität, gemessen als NEDA (no evidence for disease activity), festgestellt werden.1 Bislang war allerdings nicht bekannt, wie sich die aHSCT auf den Endpunkt PIRA (progression independent of relapse activity) auswirkt. PIRA gilt heute als wichtigster Treiber der Behinderungsprogression bei früher schubförmiger MS und kann durch DMTs nur wenig beeinflusst werden.

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