Axiale Spondyloarthritis: frühe Diagnose ist möglich
Patientinnen und Patienten, die wegen neu aufgetretener, chronischer Rückenschmerzen zu Rheumatologinnen und Rheumatologen überwiesen werden, haben mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 30% eine axiale Spondyloarthritis. Das zeigen die Ergebnisse der internationalen SPACE-Kohorte. Die bei Erstuntersuchung gestellte Diagnose ist bei der großen Mehrzahl der Betroffenen über ein Follow-up von zwei Jahren stabil.1

Bei der axialen Spondyloarthritis (axSpA) sind inakzeptable diagnostische Verzögerungen die Regel. Im weltweiten Durchschnitt dauert es sieben Jahre, bis die Erkrankung korrekt diagnostiziert wird.2 Damit benötigt die Diagnose der axSpA deutlich länger als die Diagnose anderer rheumatischer Erkrankungen, so Dr. Mary Lucy Marques vom Leiden University Medical Center. Aus diesem Grund wurde 2009 die internationale multizentrische longitudinale Kohorte SPondyloArthritis Caught Early (SPACE) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, verlässliche Daten zur Prävalenz der axSpA zu generieren und die Verlässlichkeit früher Diagnosen bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz unbekannter Genese zu ermitteln.3 Im Rahmen des EULAR 2023 wurden nun erstmals die Ergebnisse dieser Langzeitstudie vorgestellt.1
- Marques ML et al. Can axial spondyloarthritis unequivocally be diagnosed by rheumatologists in patients with chronic back pain of less than two years duration? Main result of the spondyloarthritis caught early (SPACE) cohort. Presented at EULAR 2023; Abstract OP0005
- Zhao SS et al. Rheumatology (Oxford). 2021 Apr 6; 60(4):1620–1628
- Van den Berg R et al. Rheumatology (Oxford). 2013 Aug; 52(8):1492–9