Wann liegt eine COPD-Exazerbation vor?
Nicht jede akute Verschlechterung von respiratorischen Symptomen bei bekannter COPD ist eine COPD-Exazerbation (ECOPD). Die von Expert:innen im „Rome Proposal“ vorgeschlagenen Änderungen der ECOPD-Definition zeigen, dass die Diagnose oft nicht ganz so einfach ist, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint.

Die Exazerbation einer COPD ist prognostisch ungünstig, unbedingt zu vermeiden und oft mit Begleiterkrankungen assoziiert. Im GOLD1-Report 2021 wurde die ECOPD noch folgendermaßen definiert: „Eine Exazerbation einer COPD ist eine akute Verschlechterung von respiratorischen Symptomen, die zu einer zusätzlichen Therapie führt. Weil andere Komorbiditäten, die respiratorische Symptome verschlechtern, häufig sind, sollen klinische Untersuchungen durchgeführt werden, um Differentialdiagnosen auszuschließen, bevor die Diagnose einer ECOPD gestellt wird.“ Als wichtigste Differentialdiagnosen, an die gedacht werden sollte, wurden Pneumonie, Pneumothorax, Pleuraerguss, Lungenembolie, Lungenödem und Arrhythmien aufgelistet.
Weiterlesen
- Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
- European Respiratory Society/American Thoracic Society
- COPD Assessment Test; Modified Medical Research Council