Karzinome unbekannten Ursprungs
Obwohl die generell schlechte Prognose bei Karzinomen unbekannten Ursprungs (CUPs) seit Jahren nicht maßgeblich verbessert werden konnte, gibt es nun Anzeichen für Hoffnung. Modernisierte Diagnostik, molekulare Sequenzierung sowie Immuntherapien könnten Betroffenen künftig zu einer längeren Lebenserwartung verhelfen.

In Österreich werden vier bis fünf Prozent aller malignen Erkrankungen als Karzinome unbekannten Ursprungs (CUPs) eingestuft. In den letzten Jahrzehnten nahm die Inzidenz dieser jedoch deutlich ab. Grund dafür ist die zunehmend verbesserte Diagnostik, wodurch einige als CUP eingestufte Tumoren doch einem Tumor bekannter Herkunft zugeordnet werden können. Metastasen von CUPs sind häufig in zervikalen Lymphknoten, Lunge, Knochen, Leber und im Peritoneum zu finden. Am häufigsten sind hierbei Adenokarzinome.1 Neuroendokrine Tumoren und Sarkome zählen laut den rezenten Leitlinien der ESMO nicht mehr zu den CUPs.2
