COVID-19: Management und Prävention von Hotspots in der Onkologie
Patienten mit Krebs und COVID-19 haben ein erhöhtes Risiko für ungünstige Verläufe. Die Gesamtmortalität und Schwere der Erkrankung ist bei onkologischen Patienten signifikant höher als für die Allgemeinbevölkerung (13% Krebs + COVID vs. 6% nur COVID (global)). Dies gilt insbesondere, wenn weitere Risikofaktoren wie Alter, männliches Geschlecht und ein ECOG-Status 2+ hinzukommen. Prof. Dr. Carsten Bokemeyer informierte auf dem DGHO 2020 über Management und Präventionsmöglichkeiten von Hotspots in der Onkologie.
Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf II, führte eine Studie von Horn et al. an, die dieses Jahr auch auf dem ASCO 2020 präsentiert worden ist.* Darin wurde nachgewiesen, dass Patienten mit thorakalen Malignomen häufig schon aufgrund von Alter, Nikotinabusus und vorbestehender Einschränkung der Lungenfunktion eine Risikogruppe darstellen. In die Studie waren 400 Patienten eingeschlossen, die mit 35% eine hohe Mortalitätsrate aufwiesen. Dabei wurde festgestellt, dass die Verabreichung von Chemotherapie als alleinige Modalität oder in Kombination mit Immuncheckpointinhibitoren (ICI) mit einem erhöhten Sterberisiko assoziiert ist, eine alleinige ICI-Therapie jedoch nicht.
