9. Juli 2024Pädiatrische akute myeloische Leukämie

ASCO: Neue Therapieansätze und anhaltende Herausforderungen

Bei der pädiatrischen akuten myeloischen Leukämie (AML) wurden im Laufe der Jahrzehnte bedeutende therapeutische Fortschritte erzielt, doch bleiben die Behandlungsergebnisse für Kinder mit AML immer noch hinter denen der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) zurück. Neue therapeutische Ansätze sollen dies ändern. Doch die Entwicklung neuer Medikamente für diese Patientengruppe stellt sich nach wie vor als ein schwieriges Unterfangen dar.

Eine Vektordarstellung von Zellen der akuten myeloischen Leukämie
Mari/AdobeStock

In der Vergangenheit erzielte die Einführung von Cytarabin und Anthrazyklinen, gefolgt von hochdosiertem Cytarabin, einen wesentlichen Fortschritt in der Behandlung der pädiatrischen akuten myeloischen Leukämie(AML). Weitere Verbesserungen ergaben sich durch die hämatopoetische Stammzelltransplantation und verbesserte unterstützende Pflegemaßnahmen. Trotz dieser Fortschritte deuten aktuelle Daten darauf hin, dass die Ergebnisse bei neu diagnostizierter und rezidivierter pädiatrischer AML auf einem Plateau verharren, berichtet Prof. Dr. Todd M. Cooper vom Seattle Children’s Hospital.

Konventionelle therapeutische Optionen

Die konventionelle Chemotherapie ist nach wie vor der Eckpfeiler der AML-Behandlung und umfasst in erster Linie Cytarabin und Daunorubicin. Die hämatopoetische Stammzelltransplantation ist für viele pädiatrische Patientinnen und Patienten eine wichtige Option, die das Potenzial für eine langfristige Remission bietet. Diese Behandlungen sind jedoch mit erheblicher Toxizität und Spätfolgen verbunden und stellen für die betroffenen Kinder eine große Herausforderung dar.

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