
Erstmals Heilungschance beim rezidivierten Medulloblastom
Ein antiangiogener Therapieansatz bietet erstmals eine mögliche Heilungschance für Kinder und Jugendliche mit einem rezidivierten Medulloblastom. Die Studie unter der Leitung der Medizinischen Universität Wien wurde soeben im renommierten Journal JAMA Oncology publiziert.

Medulloblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen und machen etwa 20% aller Hirntumoren in dieser Altersgruppe aus. In Österreich betrifft diese seltene Erkrankung etwa drei Kinder pro Jahr. Ein Viertel der Betroffenen erlebt trotz Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie ein Wiederauftreten des Tumors. Bisher gab es für Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten Medulloblastom keine Heilungsoptionen, da der Tumor oft im Gehirn gestreut hat und nicht vollständig entfernt werden kann, resistent gegen konventionelle Chemotherapie ist und eine erneute Bestrahlung mit wirksamer Dosis im Gehirn nicht möglich ist.
