12. Sep. 2023WCLC

Osimertinib plus Chemotherapie: First Line bei fortgeschrittenem EGFRm NSCLC

Der Tyrosin-Kinase-Inhibitor (TKI) Osimertinib wird bereits in der Erstlinie bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit EGFR-Mutation (EGFRm) eingesetzt. Nun wurde erstmals untersucht, ob die Kombination mit einer Chemotherapie einen Benefit zeigt. Die Antwort lautet ja, wenn auch mit Nebenwirkungen.

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Trsakaoe/AdobeStock

Der Tyrosin-Kinase-Inhibitor (TKI) Osimertinib wird aufgrund seiner überlegenen Daten zum progressionsfreien Überleben (PFS) und zum Gesamtüberleben (OS) als Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem EGFRm NSCLC eingesetzt. Der TKI der dritten Generation hemmt EGFR-T790M-Resistenzmutationen und ist auch bei Metastasen im Zentralnervensystem (ZNS) wirksam. Allerdings kommt es auch mit Osimertinib bei vielen Patientinnen und Patienten zu einem weiteren Fortschreiten der Tumorerkrankung. Daten zu TKIs der ersten Generation zeigen eine Verbesserung der Wirksamkeit, wenn additiv eine Chemotherapie verabreicht wird. Für Osimertinib gab es solche Daten bislang nicht.

FLAURA2-Studie

Die offene, randomisierte Phase-III-Studie, FLAURA2, hatte zum Ziel, die Wirksamkeit und Sicherheit von Osimertinib plus Chemotherapie in der Erstlinie im Vergleich zur Monotherapie von Osimertinib bei fortgeschrittenem EGFRm NSCLC zu untersuchen. Insgesamt nahmen 557 Patientinnen und Patienten an der Studie teil. Sie wurden entweder mit Osimertinib plus Chemotherapie (Osimertinib 80mg einmal täglich [QD] + Pemetrexed 500mg/m2 + Cisplatin 75mg/m2 oder Carboplatin AUC5 für 4 Zyklen alle 3 Wochen [Q3W], gefolgt von Osimertinib 80mg QD + Pemetrexed 500mg/m2 Q3W) oder mit einer Osimertinib-Monotherapie (80mg QD) bis zur Progression/Abbruchkriterium behandelt.

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