21. Juni 2023Postoperative Schmerzen

Prävention von postoperativen Schmerzen durch Aufklärung

Die Art der Aufklärung und das Wahrnehmen individueller Risikofaktoren sind entscheidend für die Prävention chronisch persistierender postoperativer Schmerzen.

Narbe nach Hüftersatz, orthopädischer Operation
choja/GettyImages

Von chronisch persistierenden postoperativen Schmerzen (chronic post-surgical pain, CPSP) spricht man, wenn Schmerzen nach operativen Eingriffen länger als drei Monate andauern, erklärte Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc, Vorstand der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt, in einem Vortrag am Kongress der Österreichischen Schmerzgesellschaft 2023. Rund 10% der Patientinnen und Patienten entwickeln CPSP.

Eine Studie von Rosenberger und Pogatzki-Zahn1 ergab, dass die Inzidenz starker postoperativer Schmerzen nach z.B. Amputationen und auch nach Sectiones bei 5–10%, nach Hüftoperationen bei 6% und nach Inguinalhernien bei 2–4% liegt. Nach 12 Monaten tritt bei 28% der Hüftoperationen der Schmerz noch auf, nach Inguinalhernien bei 30%, nach Amputationen bei 75%.

„Das ist natürlich unterschiedlich zu therapieren. Ein neuropathischer Schmerz tritt bei 50% der Kaiserschnitte auf, bei 80% der Amputationen, bei Knieoperationen und -gelenkersätzen leiden jedoch nur 6% der Patientinnen und Patienten unter neuropathischen Schmerzen“, so Likar.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.