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Depression erschwert Therapie der Psoriasis-Arthritis

Psoriasis und Psoriasis—Arthritis sind generell mit zahlreichen Komorbiditäten assoziiert. Eine aktuelle, im Rahmen des EULAR 2017 präsentierte Studie zeigt nun, dass zumindest für die Psoriasis-Arthritis diese Assoziation deutlich von der Schwere der Krankheit abhängt. Darüber hinaus waren Komorbiditäten wie Diabetes und Depression sowie ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko signifikant mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit des Abbruchs einer Anti-TNF-Therapie sowie schlechterem klinischen Ansprechen assoziiert.Dies zeigen die Daten einer dänischen Kohortenstudie mit 1.750 PsA Patienten, bei denen die Therapie mit einem TNF-Inhibitor begonnen wurde. (1).

Je mehr Komorbiditäten, desto schlechter die Adhärenz

Patienten mit höherem Charlson Comorbidity Index (CCI) zeigten dabei zu Therapiebeginn signifikant höhere Krankheitsaktivität. Die Komorbiditäten wirkten sich auch ungünstig auf die Therapie aus. Bei Patienten mit einem CCI über 2 war das Risiko eines Therapieabbruchs signifikant erhöht. Die mittlere Zeit der Adhärenz betrug 1,3 Jahre bei einem CCI von 2 oder mehr, im Vergleich zu 2,2 Jahren mit einem CCI von 1 und 2,6 Jahren ohne Komorbiditäten (p<0.001). Ebenfalls nachgewiesen wurde eine verkürze Adhärenz von Patienten mit Depression/Angst.
Dies war mit suboptimalem Therapieerfolg assoziiert. Patienten mit einem CCI jenseits der 2 hatten signifikant schlechtere Chancen innerhalb von sechs Monaten gutes oder zumindest moderates Ansprechen auf die Therapie zu erreichen (23% vs. 41% für gutes und 47% vs. 54% für gutes bis moderates Ansprechen nach den EULAR-Kriterien). „Je nach Quelle und Definition – es werden sehr unterschiedliche Klassifikationskriterien verwendet – liegt die Prävalenz der Psoriasis-Arthritis in der Psoriasis-Population zwischen sechs und 42 Prozent. Um die Therapieerfolge bei PsA zu verbessern, ist es offenbar notwendig, Komorbiditäten nicht nur zu erkennen, sondern sich auch des Einflusses bewusst zu werden, den diese Komorbiditäten auf die Therapie und die Therapieergebnisse haben können. Ohne wirksame Behandlung der Komorbiditäten müssen wir mit schlechten Therapieergebnissen rechnen“, kommentierte Studienautor Dr. Lars Erik Kristensen vom Parker Institute der Universität Kopenhagen.

1) Ballegaard C, Højgaard P, Dreyer L, et al. The impact of comorbidities on effect and discontinuation of tumour necrosis factor inhibitor therapy in psoriatic arthritis: a population-based cohort study. EULAR 2017; Madrid: Abstract OP0106

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