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COPD-Patienten mit Kachexie gut beraten

Eine mögliche Begleiterscheinung im Krankheitsverlauf der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung stellt die pulmonale Kachexie dar, welche in der Praxis mit ihren negativen Folgen für den Patienten häufig unterschätzt wird. (Medical Tribune 40/18)

Die 61-jährige Frau M. kommt während ihrer stationären, pulmologischen Rehabilitation erstmalig zur Ernährungsberatung. Aus der Ernährungsanamnese geht hervor, dass die Patientin durch wochenlange Inappetenz im Rahmen einer Pneumonie bei vorliegender COPD IV einen Gewichtsverlust von rund 15 % des Ausgangsgewichtes erlitten hat. Aktuell wiegt sie 46 kg bei einer Körpergröße von 1,62 m (BMI 17,5 kg/m²) – ihr Normalgewicht beträgt rund 55 kg (BMI 21 kg/m²).

Kachexie, Osteoporose, Hypercholesterinämie

Sie gibt an, die letzten Wochen bis zu drei Mahlzeiten täglich aufgenommen zu haben, welche vor allem kohlenhydratreich und eiweißarm zusammengestellt waren. Ein regelmäßiger Mahlzeitenrhythmus war nicht vorhanden. Von ihrem Hausarzt wurden zur Gewichtsstabilisierung bereits Trinknahrungen verordnet, welche sie jedoch häufig anstatt einer Hauptmahlzeit konsumierte. Weitere ernährungsrelevante Diagnosen: Osteoporose, Hypercholesterinämie. Als diätologische Beurteilung ergibt sich eine unzureichende Energie- und Nährstoffzufuhr, weshalb der Schwerpunkt in der Ernährungstherapie wie folgt festgelegt wird: Fokus auf eine bedarfsdeckende Kalorien- und Eiweißzufuhr durch regelmäßige, hochkalorische Mahlzeiten sowie eine adäquate Flüssigkeitszufuhr.

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