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Hoffnung für Patientinnen mit Trastuzumab-resistentem Mammakarzinom durch Immuntherapie

Die Kombinationstherapie mit Pembrolizumab und Trastuzumab, getestet in Patientinnen mit Trastuzumab-resistentem fortgeschrittenen HER2-positiven Brustkrebs, war gut verträglich und zeigte klinischen Nutzen bei Patientinnen, deren Tumoren für einen Biomarker für Pembrolizumab positiv waren, wie die Ergebnisse der Phase-Ib/II-PANACEA-Studie (Loi S, Abstract GS 2-06) zeigten.

In dieser klinischen Studie der Phase Ib/II wurden 58 Patienten mit fortgeschrittenem Mammakarzinom, die eine Progression nach einer vorangegangenen Therapie mit Trastuzumab-hatten, eingeschlossen. Erhoben wurde die HER2-Positivität und der PD-L1-Status sowie die Menge an tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs).

Phase ib war eine Dosis-Eskalationsstudie von Pembrolizumab, einem anti-PD-1-Inhibitor, in Kombination mit der Standarddosis von Trastuzumab. Es wurden keine dosislimitierenden Toxizitäten (DLTs) beobachtet.

In Phase II wurden 40 Patientinnen in die PD-L1-positiven und 12 Patientinnen in die PDL1-negativen Kohorten aufgenommen. Die Patientinnen erhielten alle drei Woche 200 mg Pembrolizumab in Kombination mit der Standarddosis von Trastuzumab für 24 Monate oder bis zur Progression.

In der PDL1-positiven Intent-to-treat-Population erreichte die Studie ihren primären Endpunkt mit einem objektive Ansprechrate (ORR) von 15% und Krankheitskontrollrate (DCR) von 25%. In einer Subgruppe von PD-L1-positiven Patientinnen mit 5% oder mehr TILs in der metastatischen Läsion, betrug die ORR 39 % und die DCR 47 %. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Quantifizierung der TILs dabei helfen könnte, Patientinnen zu identifizieren, die am meisten von dieser Behandlung profitieren. Kein Ansprechen wurde in der PD-L1-negativen Kohorte beobachtet.

Fünf (10,8%) Patientinnen in der PDL1-positiven Kohorte zeigten zum Zeitpunkt der Berichterstattung weiterhin keine Progression, hob Studienerstautorin Dr. Sherene Loi, Peter MacCallum Cancer Center Melbourne, hervor. „Pembrolizumab mit Trastuzumab wurde gut toleriert, mit Müdigkeit Grad 1-2 als das am häufigsten berichtete unerwünschte Ereignis (21%). Es wurden vier immuntherapie-bedingte Nebenwirkungen berichtet, von denen zwei bei einer Patientin auftraten und vollständig aufgelöst werden konnten. Die Patientin befindet sich auch jetzt, zwei Jahre nach der Behandlung, in Remission.“

Referenz:
Loi S et al. (Abstract GS 2-06): Phase Ib/II study evaluating safety and efficacy of pembrolizumab and trastuzumab in patients with trastuzumab-resistant HER2-positive metastatic breast cancer: Results from the PANACEA (IBCSG 45-13/BIG 4-13/KEYNOTE-014) study

 

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