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Pankreaskarzinom

Neoadjuvante Therapie bei Borderline-Tumoren

Die neoadjuvante Therapie verlängert das Gesamtüberleben gegenüber direkter Operation signifikant, in der Resektionsrate wurde kein Unterschied festgestellt.

Beim Pankreaskarzinom ist eine neoadjuvante Therapie bei Borderline-resektablen Tumoren offensichtlich in Erwägung zu ziehen. In der vierarmigen, prospektiven, randomisierten Phase-II-Studie ESPAC-5F erhielten Patienten mit Borderline-resektablem Pankreaskarzinom entweder direkt eine Operation oder eine neoadjuvante Therapie mit Gemcitabin plus Capecitabin (GEMCAP) oder FOLFIRINOX oder einer Chemoradiotherapie (CRT; 50,4 Gy, Capecitabin). Primär wurde die Rekrutierung und die Resektionsrate evaluiert, sekundär u.a. das Gesamtüberleben.1
Von 88 in die Studie eingeschlossenen Patienten konnten 52 Patienten operiert werden. Die Resektionsrate betrug 62 % bei direkter Operation und 55 % bei vorheriger neoadjuvanter Behandlung (p=0,67). R0-Resektionen wurden bei 15 % versus 23 % der Patienten erreicht (p=0,72). Das Gesamtüberleben war allerdings für Patienten mit neoadjuvanter Therapie signifikant verlängert. Nach zwölf Monaten lebten 42 % der Patienten ohne versus 77 % der Patienten mit neoadjuvanter Therapie (HR=0,28; 95% CI 0,14-0,57; pReferenz:
1 Ghaneh P et al.: ESPAC-5F: Four arm, prospective, multicentre, international randomised phase II trial of immediate surgery compared with neoadjuvant gemcitabine plus capecitabine (GEMCAP) or FOLFIRINOX or chemoradiotherapy (CRT) in patients with borderline resectable pancreatic cancer. ASCO 2020, Abstr. #4505

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