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Opfer des NS-Regimes am Seziertisch

128 Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden zwischen 1938 und 1943 der Innsbrucker Anatomie für Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt. Jetzt werden die Geschichten der Opfer erforscht. (Medical Tribune 21/19)

„SS“-Signatur unter einer anatomischen Zeichnung in einer früheren Auflage des Pernkopf-Atlas.

1941 stieg die Zahl der Leichen, die an das Anatomische Institut der Universität Innsbruck geliefert wurden, von zuvor im Schnitt 20 auf 68 an, im Jahr darauf waren 60. Eine in „Annals auf Anatomy“ erschienene Studie* mit dem Titel „Nazi victims on the dissection table“ gibt nun Aufschluss über die Hintergründe des makabren Leichenbooms. Die Autoren Dr. Herwig Czech, Historiker am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, und Univ.-Prof. Dr. Erich Brenner von der Sektion für Klinisch-Funktionelle Anatomie an der Medizinischen Universität Innsbruck haben herausgefunden, dass während der NS-Herrschaft zwei Drittel der an die Innsbrucker Anatomie gelieferten Leichen einem „nationalsozialistischen Unrechtskontext“ zuzuordnen sind.

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